0 1
0 1
Read Time:3 Minute, 15 Second
Uwe Bohm Krank
Uwe Bohm Krank

Uwe Bohm Krank | Uwe Bohm 24. Januar 1962 in Hamburg als Uwe Grossmann; † 8. April 2022 in Berlinwar ein deutscher Schauspieler.

Uwe Bohm wurde als Uwe Grossmann in Hamburg geboren und wuchs in schwierigen Verhältnissen auf. Sein Vater, ein Hafenarbeiter, spionierte für die DDR und kam wegen Hochverrats ins Gefängnis.

Später kam der Enkel; seine Mutter war an Leberzirrhose gestorben. Mit elf Jahren wurde er 1973 von Regisseur Hark Bohm für den Fernsehfilm Ich kann auch eine Arche bauen entdeckt.

Hark Bohm nahm den Enkel, der zunächst unter seinem Geburtsnamen auftrat, mit nach München und adoptierte ihn; seitdem heißt er Uwe Böhm.

Mit seinem Adoptivvater arbeitete er an sechs Spielfilmen zusammen, darunter Nordsee ist Mordsee 1976, Moritz,liebe Moritz 1978 und das deutsch-türkische Romeo-und-Julia-Drama Yasemin 1988.

Für letzteren wurden Bohm und seine Filmpartnerin Ayşe Romey 1988 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet. In dieser Zeit arbeitete er auch mit anderen Regisseuren zusammen, darunter Peter F.

Bringmanns Film Die Heartbreakers von 1982 über eine Beatband aus den 1960er Jahren im Ruhrgebiet.Später in seiner Karriere trat Bohm in Filmen hauptsächlich als Nebendarsteller auf, darunter drei Autorenfilme unter der Regie von Thomas Arslan sowie My Best Enemy 2011 und Freistatt 2012.

2015. 2016 spielte Bohm den gewalttätigen Vater der Hauptfigur in Fatih Akins Verfilmung des Romans Tschick, für den Hark Bohm das Drehbuch schrieb.

Als Peter Zadek Intendant des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg war, feierte Böhm seine ersten großen Erfolge auf der Bühne. Im März 1987 trat er als Titelfigur im Musical Andi auf nach dem Buch Andi. Der beinahe Unfalltod des Andreas Z., 16 von Kai Hermann und Heiko Gebhardt.

Später arbeitete Bohm mehrfach mit Zadek zusammen, unter anderem als Hauptdarsteller des Massenmörders Jack the Ripper 1988, in Frank Wedekinds Lulu am Deutschen Schauspielhaus und in William Shakespeares Kaufmann von Venice am Wiener Burgtheater.

https://www.youtube.com/watch?v=a-vXPnZ73h8
Uwe Bohm Krank

Bash – Pieces of the Last Days unter der Regie von Zadek in den Hamburger Kammerspielen 2001 und Peer Gynt unter der Regie von Henrik Ibsen im Berliner Ensemble mit Bohm in der Titelrolle 2004.

Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen gab Böhm 1990 als König von Spanien in Grillparzers Inszenierung von Die Jüdin von Toledo.

2008 war er bei den Wormser Nibelungenfestspielen als Hagen in Siegfrieds Frauen und Burgunds letzte Tage zu sehen. Der Schauspieler ist in den letzten Jahren zurückhaltender geworden.

Er habe fünf Kinder mit vier verschiedenen Frauen, sagte er dem “SZ Magazin”. Böhm lebte zuletzt mit seiner Frau Ninon in Berlin.

Der „Bild am Sonntag“ sagte er einmal, er sei begeistert, die Bösen im Krimi-Genre spielen zu können, wenn auch als zweideutige Charaktere.

Er sagte aber auch: „Natürlich würde mich eine Stelle als „Tatort“-Kommissar reizen. Dann kommt der Rückschlag: Der Vater kommt ins Gefängnis, die Mutter stirbt, und die Beamten des Jugendamtes sehen die Filmarbeit als Risiko für den Jungen.

Hark Böhm nimmt Uwe auf und adoptiert ihn aus einem Heim für verhaltensauffällige und schwer zu erziehende Kinder. Uwe filmt wieder, aber diesmal arbeitet er hauptberuflich als Maler und Lackierer.

Endlich triumphiert ein kreatives Talent. Er geht ins Theater und hat einen riesigen Erfolg mit dem Musical „Andi“, das auf der Geschichte eines jungen Randalierers basiert, der schließlich erschossen wird.

Immer wieder werden ihm problematische Rollen angeboten, die seine eigene zerrüttete Vergangenheit widerspiegeln.

Uwe Böhm, wie er heute heißt, ist ein Meister darin, diese Charaktere in die Tat umzusetzen. Sie sind für ihn nicht nur Stolz, sondern auch „Therapie“, wie er in einer WDR-Sendung erklärt.

Heute spielt er am Burgtheater Wien und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, arbeitet mit Schauspielern wie Claus Peymann und Peter Zadek zusammen und tritt bei den.

Salzburger Festspielen auf. Und meistens verkörpert Uwe Böhm den blutigen Abgrund, etwa den Serienmörder in “Jack the Ripper” oder den Siegfried-Mörder Hagen von Tronje bei den Nibelungenfestspielen in Worms.

Uwe Bohm Krank
Uwe Bohm Krank
Happy
Happy
0 %
Sad
Sad
67 %
Excited
Excited
0 %
Sleepy
Sleepy
0 %
Angry
Angry
33 %
Surprise
Surprise
0 %